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Erinnerungen sind instabil und werden bei jedem Abruf umgeformt. Wir erinnern uns nicht an die Originalversion, sondern an deren √úberarbeitung durch das Gehirn.
Daniela Schiller, Hirnforscherin an der Mount Sinai School of Medicine in New York
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ERINNERUNGEN VERBLASSEN WIE ALTE FOTOS.

Positive Erinnerungen sind ein Schatz, den wir hegen und pflegen sollten. Besonders wenn es um den Tod eines geliebten Menschen geht, den wir auch nach vielen Jahren noch in guter Erinnerung behalten möchten. Die Frage ist nur, ob sich der neuronal bedingte Löschungsprozess unserer Erinnerungen überhaupt verhindern lässt und wenn ja, wie? Um die dafür verantwortlichen Zusammenhänge zu verstehen, ist es zunächst einmal wichtig, das "geistige" Konstrukt der Erinnerungen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Erinnerungen sind - wie alles Geistige - aus Informationen zusammengesetzt. Informationen, die sich auf vergangene Ereignisse oder auf Menschen beziehen, die für uns irgendwann einmal von Bedeutung waren, oder immer noch sind. Dabei macht es für uns einen goßen Unterschied, ob wir ein Ereignis bzw. eine Begegnung positiv oder negativ bewerten, und zwar immer abhängig davon, wie stark wir emotional darauf reagieren. In extremen Fällen können solche Gefühlsreaktionen zu einem vollständigen Kontrollverlust führen, und zwar unabhängig davon, ob es sich bei der eigentlichen Ursache um etwas besonders Erfreuliches oder um ein besonders negatives Ereignis handelt.
In beiden Fällen geht es darum, ob wir LEBENSENERGIE verlieren oder hinzugewinnen.